Bargeld scheint auf dem Rückzug. Immer häufiger zücken selbst die Verbraucher die Giro- oder Kreditkarte, oder sie zahlen gleich mit dem Handy. Zwar ist Deutschland im internationalen Vergleich immer noch eine Hochburg des Bargelds, doch auch hier ist der Trend eindeutig.Im Frühjahr stellte das Handelforschungsinstitut EHI fest, dass hierzulande der Anteil von Bargeld am Umsatz auf 48,3 Prozent gesunken ist. Dieser Wert liegt erstmals unter 50 Prozent.Vor diesem Hintergrund mutet es seltsam an, dass Ökonomen nun die Einführung neuer Geldscheine in der Euro-Zone fordern, und zwar solche mit weit höherem Wert als jene, die derzeit in Umlauf sind. Die Europäische Zentralbank solle Banknoten zu 1000, 5000 und 10.000 Euro drucken. Doch dahinter verbirgt sich ein durchaus nachvollziehbares Konzept, das Sparer vor den Auswirkungen der Negativzinsen schützen soll.